Warum ein Laktattest gut ist, aber erst die Kombination mit Spiroergometrie dein volles Potenzial zeigt.

Fazit: Laktattest & Spiroergometrie gezielt kombinieren

Ein Laktattest ist gut. Die Kombination mit Spiroergometrie ist besser.
Zusammen liefern beide Verfahren eine vollständige Leistungsdiagnostik: Spirometrie zeigt Herz-Lungen-System und Atemgaswechsel, der Laktattest den Stoffwechsel im Muskel und dein Verhalten an den Schwellen.
Diese kombinierte Leistungsdiagnostik ist ein präziser Kompass für Leistungs- und Hobbysportler mit klaren Zielen. Sie zeigt dir auf Basis einer fundierten Bestimmung deiner Werte:

  • wie dein Stoffwechsel wirklich arbeitet im aeroben und im anaeroben Bereich,
  • welche Intensitäten deine Ausdauerleistungsfähigkeit gezielt steigern statt dich nur zu ermüden,
  • und wie du deine Trainingszeit im Ausdauertraining exakt und sinnvoll einsetzt, statt dich auf allgemeine Trainingspläne zu verlassen.

Nur wer versteht, wie sein Körper physiologisch reagiert, kann ihn gezielt verbessern. Ob Laufen, Radfahren oder Triathlon – eine kombinierte Leistungsdiagnostik mit Laktattest und Spirometrie liefert dir die Faktenbasis.
Ich unterstütze dich mit individueller Trainingsberatung dabei, deine individuellen Schwellen zu ermitteln und in den Alltag zu übersetzen.

Warum Standard-Training oft stagniert

Du trainierst konsequent, achtest auf deine Uhr und folgst vielleicht sogar einem Trainingsplan. Dein Puls wirkt solide, das Tempo fühlt sich gut an. Trotzdem stagnieren deine Zeiten im Wettkampf, oder du bist schneller erschöpft als erwartet.
In solchen Fällen liegt das Problem selten an deinem Willen. Häufig geht es darum, wie du Belastung steuerst:

  •  Puls allein reagiert auf Stress, Schlaf, Hitze und Koffein.
  •  Pace hängt stark von Profil, Wind und Untergrund ab.
  •  Das Gefühl schwankt von Tag zu Tag.

Puls, Gefühl und Pace erzählen nur einen Teil der Geschichte. Eine professionelle Leistungsdiagnostik geht tiefer und macht sichtbar, was im Körper passiert – im Herz-Kreislauf-System, in der Atmung und im Muskelstoffwechsel. Genau dort setzt die Kombination aus Laktattest und Spirometrie an.

Bei MKL Training setzen wir auf diesen Goldstandard. Wir messen nicht nur, wir verstehen, wie die
Werte zusammenhängen – und was das für deinen Trainingsalltag bedeutet.
Wenn du deine Leistungsdiagnostik in Wien nicht dem Zufall überlassen möchtest, findest du hier

Hinter MKL Training stehe ich, Massimo Köstl-Lenz, Sportwissenschaftler, Diagnostiker und Coach aus Wien mit Fokus auf Ausdauer, Leistungsdiagnostik und alltagstaugliche Umsetzung.

Laktattest als Basis: Was dein Blut über das Training verrät

Laktat ist kein Giftstoff, sondern ein wichtiger Energieträger für deine Muskulatur. Entscheidend für deine Leistungsfähigkeit ist das Verhältnis zwischen Produktion und Abbau.
Bei niedriger Intensität im aeroben Bereich produziert dein Körper wenig Laktat, der Abbau hält problemlos mit.
Mit steigender Belastung steigt der Laktatwert im Blut.
Ab einem bestimmten Punkt kippt das System: Laktat sammelt sich an, der Stoffwechsel wird zunehmend anaerob, die Leistungsfähigkeit bricht ein.
In der Laktat-Untersuchung nehmen wir einen kleinen Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen. Aus diesen Proben ermitteln wir, wie sich die Konzentration in mmol bei jeder Stufe verändert. So lässt sich die anaerobe Schwelle und das Verhalten bei höheren Intensitäten bestimmen.
Ein Laktattest zeigt dir damit sehr persönlich:

  •  wie dein Stoffwechsel auf Belastungsstufen reagiert,
  •  ab wann du in den deutlich anaeroben Bereich kommst,
  •  und in welchen Zonen Training langfristig sinnvoll bleibt.

Ein reiner Laktattest beschreibt die Wirkung im Muskel. Er allein verrät nicht, warum du übersäuerst:
Liegt es an der Atmung, am Herz-Kreislauf-System, am Fettstoffwechsel oder an der muskulären
Nutzung des Sauerstoffs? Dafür brauchen wir die Spirometrie.
Einen ausführlichen Überblick, wie ein moderner Leistungstest im Sport abläuft und welche Messgrößen dabei im Vordergrund stehen, habe ich in einem eigenen Grundlagenartikel zusammengefasst.

Laktat und Leistungsfähigkeit im Ausdauertraining

In der Sportwissenschaft gilt der Laktatbereich rund um die individuelle Schwelle seit Jahrzehnten als starker Indikator für Ausdauerleistung. Studien zeigen, dass Werte an der Laktatschwelle eng mit der Ausdauerleistungsfähigkeit und dem Renntempo korrelieren – oft sogar stärker als einzelne VO₂max-Werte.
Für dich bedeutet das:
Wenn sich deine Laktatkurve verschiebt, du also bei gleicher Leistung später in den steilen Anstieg kommst, steigt deine Leistungsfähigkeit im Wettkampf meist deutlich. Genau hier setzt spezifisch gesteuertes Training an.

Laktattest & Spiro in Wien: Warum die Kombination entscheidend ist

Viele Athleten fragen mich: „Reicht nicht ein einfacher Laktattest?“
Die Antwort: Wenn du ein vollständiges Bild willst, nein.
Im Laktattest sehen wir, wann du ermüdest – der Knick in der Kurve.
In der Spirometrie sehen wir, warum du an dieser Stelle an deine Grenzen kommst.
Spiro und Laktat ergänzen sich:
Spiro (VO₂max): zeigt deinen Motor – wie viel Sauerstoff du maximal aufnehmen kannst und wie sich dein Gaswechsel mit steigender Last verändert.
Laktat (Schwellen): zeigt, wie viel du von diesem Motor im Wettkampf tatsächlich nutzen kannst, bevor die Belastung zu hart wird.
In der Forschung gelten VO₂max, Laktatschwelle und Bewegungsökonomie gemeinsam als entscheidende physiologische Säulen der Ausdauerleistung.
Praxisnah formuliert:
Manche Athleten haben einen riesigen Motor (hohe VO₂max), aber ihre Laktatkurve kippt früh. Sie besitzen Potenzial, können es aber nicht ausspielen.
Andere haben eher begrenzten „Hubraum“, halten ihr Tempo jedoch lange stabil, weil ihre Schwellen im Verhältnis sehr stark sind.
Nur wenn wir beides messen, können wir gezielt ermitteln, welche Anpassung für dich aktuell am meisten bringt: Motor vergrößern, Schwellen verschieben oder Ökonomie verbessern. Ein reiner Laktattest ohne Atemgasanalyse lässt wichtige Fragen offen.

Wie eine Spirometrie in Wien mit dem VO₂ MASTER konkret aussieht und welche Vorteile die mobile Messung bringt, beschreibe ich im Detail auf der Seite zur Spirometrie.

Leistungsdiagnostik verstehen: Was dir die Messung konkret sagt

Eine hochwertig durchgeführte Diagnostik beantwortet zentrale Fragen für dein Ausdauertraining –und zwar physiologisch fundiert:

  1. Wie effizient nutzt du Sauerstoff?
    Nur die Spiro zeigt deinen Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel im Detail. Wir sehen, bei welchen Intensitäten dein Körper aerob arbeitet, wie sich der Oxygen Cost verhält und wo du energetisch ins Risiko kommst.
  2. Wo liegen deine echten Leistungsgrenzen?
    Der Laktattest zeigt den muskulären Stress, die Spiro die respiratorische Limitierung. Zusammen erkennen wir, ob eher Herz-Lunge, Muskulatur oder Energiemanagement deine Leistungsfähigkeit begrenzt.
  3. Welche Trainingszonen bringen dich weiter – und welche bremsen dich aus?
    Wir bestimmen nicht nur grobe Bereiche, sondern individuelle Schwellen und konkrete Zonen. Daraus entstehen spezifisch angepasste Trainingspläne – ausgerichtet auf deine Ziele, deine verfügbare Zeit und deinen aktuellen Status.
    In einer MKL-Leistungsdiagnostik bleibt es nie bei Messreihen. Ich übersetze die Daten in klare Empfehlungen:
  • Welche Umfang- und Intensitätsverteilung für dich sinnvoll ist,
  • wie du deine Ausdauerleistungsfähigkeit strukturiert steigern kannst,
  • und wie du dein Körpergefühl so schulst, dass du dich nicht von jeder Uhrvorgabe abhängig fühlst.

Wenn du diese Ergebnisse nicht nur einmalig auswerten, sondern in eine strukturierte
Trainingsplanung für dein Ausdauertraining überführen möchtest, kannst du dafür meine Coaching- Pakete nutzen.

Testverfahren im Vergleich: Zwei Profile und was dahintersteckt

Aus der Praxis kenne ich zwei typische Profile, die in der Leistungsdiagnostik immer wieder auftauchen:
Athlet A: hohe VO₂max, aber frühes, steiles Ansteigen der Laktatwerte. Der Motor ist groß, die Umsetzung im Wettkampf jedoch begrenzt.
Athlet B: moderate VO₂max, aber sehr stabile Laktatkurve und hohe Schwellenleistung. Er nutzt seinen Motor effizient und kann lange nahe an seiner Grenze laufen.
Würden wir nur Laktat messen, würden wir Athlet A unterschätzen: Die Kurve wirkt schwach, die Ursache – begrenzt genutzter „Hubraum“ – bleibt unklar. Messen wir nur VO₂max, würden wir Athlet B falsch einordnen, weil seine Wettkampfleistung deutlich besser ist, als der Laborwert vermuten lässt.

Die Kombination aus Laktat und Spirometrie erlaubt:

  •  Trainingsschwerpunkte gezielt zu setzen,
  •  aerobe und anaeroben Anpassungen zu unterscheiden,
  •  und damit deine Leistungsentwicklung langfristig zu planen, statt von Test zu Test zu improvisieren.

Wie ein Laktattest bei MKL Training Wien durchgeführt wird (mobil & kombiniert)

Damit du weißt, was dich erwartet, hier der Ablauf einer kombinierten Untersuchung, wie ich sie bei MKL Training – mobil und praxisnah – durchführe:

  1. Setup
    Wir wählen die Modalität, die zu deinem Ziel passt: Laufen auf der Bahn, Rolle mit deinem eigenen Rad, oder eine andere sportlich relevante Umgebung in Wien und Umgebung. Ziel ist eine Situation, die deine reale Belastung abbildet.
  2. Durchführung
    Du trägst die VO₂ Master Maske (Spiro) und wir entnehmen in den Stufen einen Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen.
    So erfassen wir synchron:
    o Atemgase (O₂-Aufnahme, CO₂-Abgabe),
    o Herzfrequenz,
    o Laktat in mmol.
  3. Messung & Messgenauigkeit
    Wir arbeiten mit klar definierten Stufenprotokollen und in Ruhephasen zwischen den Stufen. Das erhöht die Messgenauigkeit, weil die Laktatwerte Zeit haben, sich im Blut abzubilden. Du bekommst einen Stufentest, der fordernd, aber kontrolliert ist – passend zu deinem Niveau.
  4. Auswertung
    Im Anschluss legen wir Laktatkurve, Atemgasdaten und Herzfrequenz übereinander. So entsteht dein persönliches Leistungsprofil.
    Wir sehen, bei welchen Geschwindigkeiten oder Wattzahlen:
    o deine aerobe Basis sauber arbeitet,
    o deine Laktatkurve anzieht,
    o und wo deine individuelle anaerobe Schwelle liegt.

Diese Kombination ist der Goldstandard der Trainingsplanung, weil wir Daten aus mehreren Systemen gleichzeitig nutzen, statt nur auf eine Kurve zu schauen.

Leistungsentwicklung sichtbar machen: Wie oft macht ein Test Sinn?

Ein einzelner Test ist eine Momentaufnahme. Er gibt dir eine klare Bestimmung deines Status quo.
Damit du deine Leistungsentwicklung objektiv beurteilen kannst, ist es sinnvoll, die Diagnostik in sinnvollen Abständen zu wiederholen.
In der Praxis haben sich Re-Tests alle 3–6 Monate bewährt – abhängig davon, wie strukturiert du trainierst und wie stark sich Umfang oder Inhalte verändern.
So siehst du schwarz auf weiß:
Hat sich deine VO₂max verändert?
Hat sich deine Laktatschwelle verschoben, also steigt der Laktatwert bei gleicher Leistung später?
Sind deine Zonen zu leicht geworden und müssen angepasst werden?
Wenn sich Laktatverhalten, Ökonomie und VO₂-Profil verbessern, ist das ein starkes Signal, dass dein Training wirkt. Diese Transparenz gibt Motivation – und verhindert, dass du monatelang an einer Strategie festhältst, die dich kaum weiterbringt.

Was du aus der Diagnostik mitnehmen kannst

Aus einer professionellen, kombinierten Leistungsdiagnostik nimmst du mehr mit als Zahlen:
 Du setzt auf gezielte Steuerung, nicht nur auf „mehr Training“.
 Du verstehst, wo dein individuelles Limit liegt – und wie du es sinnvoll verschiebst.
 Du erkennst, welche Einheiten dich wirklich weiterbringen und welche dich müde machen, ohne deine Leistungsfähigkeit zu steigern.
 Du hast eine Grundlage, auf der individuelle Trainingsberatung und langfristige Planung aufbauen können.
So wird Diagnostik zum Kompass in deinem Trainingsalltag – nicht zum Selbstzweck.

Wie ich Trainingsplanung im Triathlon ganzheitlich auf Diagnostik, Alltag und individuelle Ziele aufbaue, beschreibe ich in meinem Ansatz zur Triathlon Trainingsplanung.

Laktattest persönlich sinnvoll nutzen

Du willst wissen, was dein Laktatprofil über dein Training verrät und wie du deine Leistungsfähigkeit verbessern kannst?

Wenn du direkt einsteigen möchtest, vereinbare ein Erstgespräch. Wir klären, welche
Untersuchung und welche Kombination für dich aktuell am meisten Sinn ergibt

Wissenschaftliche Grundlagen: Laktat, Schwellen und Spirometrie

  1. Laktat und Ausdauerleistungsfähigkeit
    Seit den 1970er-Jahren gelten Blutlaktatkurven und Laktatschwellen als zentrale Werkzeuge in der Diagnostik der Ausdauerleistungsfähigkeit. Übersichtsarbeiten zeigen, dass Parameter an der Laktatschwelle eng mit der Ausdauerleistungsfähigkeit und dem Renntempo
    korrelieren – sie zählen zu den besten physiologischen Prädiktoren für Langdistanz- Performance.
    Faude O. et al. (2009): Lactate Threshold Concepts: How Valid Are They?
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19453206/
  2. VO₂max, Schwelle und Rennleistung
    Klassische Arbeiten zur Ausdauerleistung beschreiben drei zentrale Größen: maximale Sauerstoffaufnahme (VO₂max), Laktatschwelle und Bewegungsökonomie. VO₂max setzt das obere Limit deiner Leistungsfähigkeit, Laktatschwelle und Ökonomie bestimmen, wie viel du davon im Wettkampf wirklich nutzen kannst. Besonders die Geschwindigkeit an der Laktatschwelle gilt als einer der stärksten physiologischen Prädiktoren für die Performance im Distanzlauf.
    Joyner M.J., Coyle E.F. (2008): Endurance exercise performance: The physiology of champions
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17901124/
  3. Kombination aus Spirometrie und Laktatmessung
    Moderne kardiopulmonale Leistungstests (CPET/ Spirometrie) werden zunehmend mit Laktatmessungen kombiniert, um sowohl die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit als auch metabolische Schwellen präzise zu erfassen. Fachartikel betonen, dass diese Kombination eine sehr gezielte Steuerung von Trainingsintensitäten und Belastungsdosierung ermöglicht – im Leistungssport ebenso wie in der Rehabilitation.
    Petek B.J. et al. (2022): Cardiopulmonary Exercise Testing in Athletes – Pearls and Pitfalls
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8963739/
  4. Individuelle Schwellen statt Standardformeln
    Neuere Arbeiten zeigen deutlich, dass fixe Schwellen wie „4 mmol“ nicht für alle Athleten gleichbedeutend sind. Je nach Trainingszustand, Sportart und Profil unterscheiden sich die individuellen aeroben und anaeroben Schwellen teils erheblich, selbst bei ähnlichem Umfang. Genau deshalb greifen Standardtabellen zu kurz – individualisierte Schwellenbestimmung über Blutlaktat und Atemgase ist der sinnvollere Weg, wenn Training spezifisch wirken soll.
    Fernandes T.L. et al. (2023): Methods of Lactate Threshold Determination and Their
    Agreement
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10496601/

Mit anderen Worten:
Was wir in deiner Diagnostik messen – VO₂, Laktat, Schwellen und Zonen – ist kein „Nice to have“, sondern sportwissenschaftlich gut belegt. Entscheidend ist, diese Daten nicht nur zu sammeln,sondern sie in konkrete, alltagstaugliche Trainingsentscheidungen zu übersetzen.


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